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Top 5 Tipps zu Miles & More Prämien

Wir werden oft nach guten Tipps für Vielflieger gefragt. Meist geht es um Status, Komfort und Ersparnisse. Aus diesem Grund haben wir für Sie die fünf besten Tipps für Vielflieger zusammengestellt.

Vielflieger sammeln aus einem einzigen Grund Prämienmeilen – Sie wollen Meilen in attraktive Prämienleistungen einlösen. Wir haben die Top 5 der Miles and More Prämien dahingehend analysiert, ob sie tatsächlich einen Vorteil für den Meilensammler bieten oder, ob es sich nur um eine hübsch verpackte Mogelpackung handelt. Zu den Top 5 der Miles and More Prämien gehören:

  1. Freiflüge / Flugprämien
  2. Upgrades
  3. Hotelaufenthalte
  4. Mietwagen
  5. Sachprämien

Das Ergebnis ist geanuso erschütternd wie eindeutig – nur zwei der fünf analysierten Miles and More Prämien bieten einen echten Vorteil und können Vielfliegern empfohlen werden. Lesen Sie unsere Top 5 Tipps zu Miles and More Prämien und verschwenden Sie keine Prämienmeilen mehr für schlechte Angebote.

1. Freiflüge

Quelle: Lufthansa
Lufthansa Flieger
Quelle: Lufthansa

Die wohl begehrteste Prämienleistung von Miles and More ist der Freiflug, auch Flugprämie oder Award Flug genannt. Freiflüge sind bei allen Star Alliance Airlines und Germanwings gegen eine bestimmte Anzahl an Prämienmeilen einzulösen. Eine Tabelle von Miles and More über die jeweils geforderten Prämienmeilen für Freiflüge, finden Sie hier. Bewertet man die von der Star Alliance mindestens geforderten 30.000 Prämienmeilen für Freiflüge mit dem derzeitigen Kaufpreis bei Miles and More von 35 € pro 1.000 Prämienmeilen, ergibt sich ein Geldwert der Flugprämie von 1.050 € (30.000 X 0,035 €). Würde man die 30.000 Prämienmeilen in den größtmöglichen Paketen kaufen, würde man derzeit insgesamt 740 € aufwenden müssen (Berechnung ohne 20% Zusatzgutschrift an Meilen), wie folgende Berechnung veranschaulicht:

Meilenkauf bei Miles & More:

  • 2 X 12.000 Prämienmeilen á 290 €: 580 €
  • 6.000 Prämienmeilen: 160 €

Der aufzuwendende Meilenwert für den Freiflug ist also recht hoch. Dazu kommt, dass Steuern, Gebühren und Kerosinzuschlag für Flugprämien regelmäßig extra gezahlt werden müssen. Lediglich bei Flügen innerhalb Europas kann man die Zusatzgebühren pauschal mit 18.000 Prämienmeilen begleichen.

Da man Prämienmeilen aber in der Regel sammelt und dafür kein Geld aufwendet, lohnt sich der Freiflug für Vielflieger meistens, auch wenn Steuern und Gebühren extra gezahlt werden müssen. Leider sind Award Flüge aber kein Wunschkonzert für Vielflieger und werden von den Star Alliance Airlines, vornehmlich von der Lufthansa, nur äußerst spärlich vergeben. Die Kontingente für Prämienbuchungen sind auf den meisten Flügen recht klein und schnell ausgebucht. Da wir denken, dass Freiflüge immer noch die beste Art sind Prämienmeilen einzulösen, möchten wir Ihnen folgende Tipps für Freiflüge geben:

  • Stellen Sie Anfragen immer möglichst flexibel, wie z.B.: Ich will Ende Februar/Anfang März für ca. 14 Tage an die Ostküste der USA.
  • Beachten Sie, dass Prämienflüge häufig für Destinationen vergeben werden, die generell viel angeflogen werden. 
  • Fragen Sie am besten einen Prämienflug als Einzelperson und Oneway an. So erhöhen Sie Ihre Chance, noch einen Platz zu bekommen.
  • Pochen Sie als Vielflieger mit Senator Status unbedingt auf die SEN-Warteliste und erhöhte Verfügbarkeit.

Fazit: Der Tausch von Prämienmeilen in Freiflüge lohnt sich am meisten. Bei hohen Steuern und Gebühren ist darüber hinaus ggfs. die pauschale Abgeltung mit 18.000 Prämienmeilen in Betracht zu ziehen.

2. Upgrades

Business Class der Turkish AirlinesQuelle: Turkish Airlines
Business Class der Turkish Airlines
Quelle: Turkish Airlines

Noch wichtiger für Upgrades als der Vielflieger-Status ist die Buchungsklasse. Denn je höher diese ist, desto mehr Geld haben Sie für ein Ticket ausgegeben und desto größer sind Ihre Chancen auf ein Upgrade. Es ist gerade in letzter Zeit immer häufiger zu beobachten, dass Flugreisende mit der besseren Buchungsklasse eher kostenfrei upgegraded werden als Status-Kunden. Will man ein Upgrade mit Meilen erwerben, lohnt sich der Blick auf das Tauschverhältnis. Laut Upgrade Prämien-Tabelle kostet ein Upgrade in die Business Class mindestens 10.000 Prämienmeilen. Das allerdings nur aus den teuren Buchungsklassen B und Y. In Geld ausgedrückt entspricht das einem Wert von 350 € (10.000 X 0,035 €) bei einem Meilenpreis von 35 € pro 1.000 Prämienmeilen. Man sollte sich immer klar machen, dass ein Ticket in der günstigen Buchungsklasse P der Business Class eventuell günstiger ist, als ein Economy Ticket in B oder Y + 10.000 Prämienmeilen.

Fazit: Miles and More Prämien Upgrades lohnen sich, wenn das Business Class Ticket teurer wäre als das Economy Ticket plus Prämienmeilen. Anstatt der Meilen kann man zum Upgrade auch den eVoucher der Lufthansa nehmen.

3. Hotelaufenthalt

Eine dritte beliebte Möglichkeit Prämienmeilen einzulösen, sind Hotelaufenthalte. Miles and More bietet die Möglichkeit, Hotelprämien direkt zu buchen. Darüber hinaus bieten große Hotelketten wie z.B. Hilton oder Marriott eigene Angebote, die insbesondere für Teilnehmer des jeweiligen Hotelbonusprogramms nochmal günstiger werden. Hier sollten Sie sich trotzdem immer den jeweiligen Zimmerpreis, der in Meilen angegeben wird, in den Geldwert umrechnen. So stellen Sie sicher, dass Sie am Ende nicht einen viel zu hohen Zimmerpreis zahlen, der als exklusives Angebot getarnt war. Ein Zimmerpreis, den wir für das Hotel Westin Grand Berlin abgefragt haben, beträgt 36.550 Prämienmeilen pro Nacht. Bei einem aktuellen Meilenpreis von ca. 35 € pro 1.000 Meilen entspricht das einem Zimmerpreis von 1.279,25 € (36.550 X 0,035 €)! Das ist ein Wucherpreis und ganz bestimmt kein Schnäppchen.

Fazit: Prämienmeilen für Hotelaufenthalte auszugeben lohnt sich nicht, da auf jeden Fall über bestimmte Buchungsplattformen bessere Raten verfügbar sind.

4. Mietwagen

Mietwagen direkt bei Sixt günsitger als über Miles and MoreQuelle: pixaby
Mietauto direkt bei Sixt günsitger als über Miles and More
Quelle: pixaby

Euorpcar, Avis, Budget oder Sixt – sie alle bieten Mietwagen gegen Prämienmeilen an. Zum Beispiel bei Sixt hat ein VW Golf/ Kompaktklasse einen Basismietpreis für einen Tag von 29.370 Meilen. Bewertet mit dem derzeitig geltenden Kaufpreis für 1.000 Meilen von ca. 35 € entspricht dieser Meilenpreis einem Geldwert von 1.027,95 € (29.370 X 0,035 €). Auch beim günstigen Meilenerwerb in Paketen (siehe Beispiel unter 1.) würde man noch eine erhebliche Summe (ca. 740 €) für diese Meilenzahl auf den Tisch legen müssen. Fragt man jedoch denselben Golf im selben Zeitraum direkt bei Sixt an, bekommt man einen Tagesmietpreis von gerade mal 80 € angegeben.

Fazit: Unserer Erfahrung nach lohnen sich Miles and More Prämien für Mietwagen in den seltensten Fällen. Geben Sie Ihre Meilen lieber für Freiflüge oder Upgrades aus.

5. Sachprämien

Quelle: Kofferprofi
Rimowa Business Trolley im Lufthansa World Shop zu teuer
Quelle: Kofferprofi

Wir haben uns mal eine Sachprämie angeschaut, die gerade für Vielflieger lukrativ ist. Ein Business-Trolley aus dem Lufthansa WorldShop verglichen mit Preisen für das entsprechende Koffermodell aus einem anderen Shop. Ein RIMOWA Lufthansa Alu Premium Collection Businesstrolley kostet im WorldShop 599 € oder aber 156.000 Meilen.

Vergleicht man jedoch den Kaufpreis für einen RIMOWA Salsa Business Trolley, der dem Lufthansa nahezu gleicht, bleibt einem der Mund offen stehen. Denn der gleichwertige Rimowa Salsa Deluxe Business Trolley kostet eigentlich lediglich 369 €. Durch das zusätzliche Lufthansa Logo, wird der Koffer plötzlich unverhältnismäßig teuer.

Fazit: Produkte aus dem Lufhansa WorldShop werden überhöht bepreist, so dass man den Eindruck gewinnt, mit Meilen ein Schnäppchen zu kaufen.

Abschlussfazit

Die Frage war, welche Prämienleistungen bei Miles and More überhaupt zu empfehlen sind. Wie sich gezeigt hat, lohnen sich Sachprämien, Hotelaufenthalte und Mietwagen in der Regel nicht. Freiflüge und Upgrades bieten Vielfliegern ggf. einen Vorteil, wenn man den Geldwert der Meilen zugrunde legt und mit anderen Angeboten vergleicht. Ein Meilenkauf lohnt sich unserer Meinung nach generell nur, wenn eine geringe Meilenzahl für das Einlösen in eine Flugprämie fehlt. Auf keinen Fall sollte man dem Trugschluss unterliegen, dass Miles and More Prämien immer ein Schnäppchen sind.

 

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3 Kommentare

  1. Guter Artikel aber bei der Prämie im Lufhansa Worldshop ist zu beachten, dass hier die falschen Koffer miteinander verglichen wurden. Der Rimowa Koffer bei der Lufthansa ist das Alumodell, der Salsa hingegen ist aus einem anderen Material und deshalb deutlich günstiger . Hier wurde der falsche Vergleichsartikel ausgewählt. Trotzdem bleibt natürlich festzuhalten, dass man die Artikel aus dem Worldshop anderswo im Internet günstiger finden kann.

  2. Der Artikel enthält meines Erachtens eine falsche Schlussfolgerung bezüglich des „wahren“ Geldwerts einer Meile. Bloß weil Lufthansa für 1000 Meilen 35€ verlangt, heißt das noch lange nicht dass sie auch so viel Wert sind. In diesen Preis spielen viele weitere Faktoren eine Rolle (Betriebskosten, vollkommen überzogener Wahnsinn, etc.)

    Realistischer sollte man eine Meile nach dem derzeitigen Marktwert berechnen, und dazu eigenen sich Waren — weil liquide — eben am besten. Damit kommt man grob auf einen Wert von 3,50€ pro Meile (also einen Faktor 10 weniger als die angegeben 35€). Mit dieser Zahl werden dann auch die Miet- und Hotelprämien plausibel (beides kostet dann um die 100€ was ja auch hinkommt).

    Lufthansa gibt dem Kunden also gerade mal läppische 0,35% zurück. Daran muss man vor allem beim Flüge buchen denken: Man sollte niemals wegen der Meilen eine höhere Buchungsklasse wählen. Die sind nämlich einfach nix wert.

    … es sei denn, und bringt der Artikel ganz richtig zum Ausdruck, man verwendet sie für Award Flüge. Hier habe ich mal eben folgende Abschätzung getätigt:

    Der Flug HAM – FRA, Mo – Fr., Economy Flex, kostet 25000 Meilen und (nach Abzug der Steuern von 190€) noch 430€.
    Demnach ist für dieses Beispiel der Meilenwert signifikant höher, er liegt nämlich bei 17€ pro 1000 Meilen (nicht wie vorher bei 3,5€) .

    Flugprämien sind also grob „5 mal billiger“ als Sachprämien.

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