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Fünf Fehler beim Buchen von Prämienflügen

Wir werden oft nach guten Tipps für Vielflieger gefragt. Meist geht es um Status, Komfort und Ersparnisse. Aus diesem Grund haben wir für Sie die fünf besten Tipps für Vielflieger zusammengestellt.

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Fünf Fehler beim Buchen von Prämienflügen
Foto: digitalart / FreeDigitalPhotos.net

Airlines betreiben Meilenprogramme nicht aus dem reinen Bestreben, Kunden an sich zu binden oder etwa aus Nächstenliebe, sondern sie verdienen daran – und das nicht zu knapp. Neben dem großen Geschäft mit den Partnern am Boden, verdienen sie auch im Fluggeschäft. Airlines verkaufen Meilen zunächst zu hohen Preisen an ihre Partner, die diese dann an ihre Endkunden weiter geben. Der Vorteil für die Airline wird dann umso größer, wenn der Endkunde die erworbenen Prämienmeilen in einem ungünstigen Verhältnis einsetzt oder zu lange mit dem Einlösen wartet. Wir zeigen hier, die fünf größten Fehler beim Einlösen von Meilen für Prämienflüge.

1. Fehler: Günstige Prämienflüge mit hohen Steuern und Gebühren buchen

Meilen, die ungünstig eingesetzt werden bringen vor allen Dingen den Airlines einen Mehrwert, nicht aber den Meilensammlern. Bei Buchung eines Prämienfluges, dessen Preis sich zu einem Hauptanteil aus Steuern und Gebühren zusammensetzt, spart der Meilensammler zu wenig im Vergleich zu dem Meilenwert, den er für den Flug aufgewendet hat. Der Grund liegt darin, dass er Steuern und Gebühren immer extra zahlen muss. Wenn Steuern und Gebühren z.B. 80% des eigentlichen Kaufpreises für den Flug ausmachen, dann spart man am Ende nur 20%. Wenn die Anzahl einzulösender Meilen dann noch unverhältnismäßig hoch war, hat der Meilensammler effektiv Verlust gemacht. Unser Tipp an dieser Stelle: Immer den Kaufpreis bei Prämienflügen checken und ggf. lieber mit Geld als mit Meilen zahlen. Beachten Sie auch unsere Tipps für Miles & More Prämien.

2. Fehler: Abwertung von Bonusmeilen nicht beachten

Geld und Meilen haben eines gemeinsam – sie fungieren als Tauschwährung. So wie der Wert eines Euros von der Europäischen Zentralbank festgelegt wird, so bestimmen Airlines den Wert einer Meile, indem Sie Meilenpreise z.B. für Prämienflüge festlegen bzw. nach oben und unten anpassen. Meilensammler sollten unbedingt gut darüber informiert sein, wenn in einem Meilenprogramm die Meilen abgewertet werden. Wie z.B. geschehen bei Air France, Emirates oder Lufthansa:

Wenn Vielfliegerprogramme durch Meilenabwertungen der Airlines immer unattraktiver werden, dann muss man sich die Frage stellen, ob sich das Meilensammeln überhaupt noch lohnt.

Prof. Tobias Eggendorfer
Prof. Tobias Eggendorfer stritt mit der Lufthansa über das Meilentauschverhältnis/ Quelle: Prof. Eggendorfer

3. Fehler: Flugprämien in unterschiedlichen Beförderungsklassen buchen

Bei Anschlussflügen sollte man versuchen in einer Reiseklasse oder Beförderungsklassen zu buchen, da sonst die Prämienhöhe für die gesamte Reise nach der höheren Klasse berechnet wird und man mehr Prämienmeilen für den Flug aufwenden muss, obwohl man teilweise Economy geflogen ist. Das ist z.B. im Miles & More Programm der Fall. Den Hinflug in einer Reiseklasse und dann den Rückflug in einer anderen zu buchen, stellt kein Problem dar.

Kostenfreies Upgrade in die Business Class mit eVoucher/ Quelle: Lufthansa
Die Full-Flat Business Class der Lufthansa/ Quelle: Lufthansa

4. Fehler: Ungünstige Strecke für Einsatz von Prämienmeilen buchen

Ein Fehler, der immer wieder begangen wird, ist, Prämienmeilen für Flüge aufzuwenden, deren Kaufpreis geringer ist als der Meilenwert. Das ist häufig bei innerdeutschen Kurzstreckenflügen der Fall. Besser ist generell, Prämienmeilen für Langstreckenflüge zu verwenden, da viel höhere Kosten anfallen würden, die man mit einem Prämienflug einsparen kann. 

5. Fehler: Prämienflüge in der Economy Class buchen

In der Regel ist die Ersparnis größer, wenn man ein Business Class oder First Class Ticket mit Prämienmeilen bezahlt, da der Grundpreis für diese Tickets um ein Vielfaches höher ist. Für den Passagier fallen dann nur noch Steuern und Gebühren an, die aber im Vergleich zu Economy-Tickets nicht viel höher ausfallen. Viele machen allerdings den Fehler, ihre Prämienmeilen gleich für den erst besten Economy-Flug auszugeben.

airberlin Kabine der A330-200 Quelle: airberlin
airberlin Economy Class der A330-200/ Quelle: airberlin

Schlussbemerkung

Die fünf genannten Punkte sind häufige Fehler oder Aspekte, die beim Buchen von Prämienflügen nicht beachtet werden. Am Ende sind es die Airlines, die mit ihren Meilenprogrammen neben dem positiven Effekt der Kundenbindung vor allen Dingen ihren persönlichen Gewinn im Blick haben und Flüge ganz sicher nicht verschenken wollen.

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4 Kommentare

  1. Finde ich gut.

  2. Das sind ja alles wichtige Informationen. Was mir aber fehlt ist, wie
    steht denn der Wert der Meilen in der Relation zu Upgrades. Beispielsweise von der Eco in die Business und von der Business
    in die First?

    • Hallo, zum Wert der für Upgrades einzusetzenden Prämienmeilen möchte ich hier mal kurz Stellung nehmen:
      da die Lufthansa (habe hier Senator-Status) ab den 01.01.14 bei den Buchungsklassen ( Q, S, V, W, ) in der Economy nur noch 50% der Meilen als Prämienmeilen gutschreibt ist es auch erheblich teurer geworden überhaupt so viele Meilen gutgeschrieben zu bekommen um von Eco auf Business upzugraden.
      Beispiel: Für ein Ticket der Buchungsklasse „W“ oder „V“ von Frankfurt nach Hong Kong oder Bangkok habe ich bisher rund 1000 Euro bezahlt. Dafür bekam ich mit Bonus circa 15000 Prämienmeilen gutgeschrieben. Ab dem 01.01.14 bekomme ich für etwa den gleichen Preis nur noch ca`8500 Meilen gutgeschrieben. Für ein Upgrade von Frankfurt nach Südostasien muss man 65000 Prämienmeilen einsetzen,- d.h. ich muss mehr als 7 mal! nach Asien fliegen, dafür noch etwa 7000 Euro ausgeben, um überhaupt die Prämienpunkte für ein upgrade zusammen zu haben!
      Das ist meiner Meinung nach kein gutes Preis/Leistungsverhältnis.
      airberlin ( habe hier Platinum-Status) bietet da wesentlich mehr:
      Für einen Business Class Flug von TXL oder DUS nach Bangkok und return habe ich bisher immer rund 2000 Euro bezahlt. Dafür habe ich circa 35000 Prämien und Statusmeilen gutgeschrieben bekommen. (Man bekommt nämlich bei airberlin – ab den Goldstatus – 280 Prozent der Meilen für einen Business Class Flug gutgeschrieben)
      Habe vor ein paar Tagen einen Flug von TXL nach Phuket gebucht und telefonisch in Business upgraden lassen. Dafür wurden mir 70000 Prämienmeilen für den ganzen Flug abgezogen,- d.h. das upgrade bei airberlin ist wesentlich billiger zu bekommen als bei Lufthansa bzw. der Starallianz!

  3. Hallo, habe bei Emirates Vorgestern meinen ersten Flug unter Einsetzen von Prämienmeilen gebucht.
    ( 25.000 Meilen (Geldwert ca. 150,–€)
    Dafür wurden dann die zu gebenden Prämienpunkte für diese Ticket von je Strecke -8000- x2
    auf 2000 x2 reduziert. (Economy-Class)
    Es wurde bei der online-Buchung von Reduzierung auf den tazsächlich bar bezahlten Preis zwar angedeutet, doch die tatsächliche….
    Dies Reduzierung wurde erst nach Ticketausstellung sichtbar.

    Irgendwie fühle ich mich verschakelt.

    Auch wenn es jetzt 2017 ist:

    Hat da jemand eine Tip?
    Gruß
    —didi.—

    E-Mail Beschwerden über vorherige Missstände wurden -immer- lapidart mit Emirateskommentaren. beantwortet ohne auf mein Anliegen richtig einzugehen.

    Hat da jemand einen

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